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Längst sind Computerspiele zu einem bedeutenden und einflussreichen Medium unserer Zeit geworden. Dennoch ist es ungeachtet seiner gesellschaftlichen Stellung noch weitestgehend unerforscht, geschweige denn systematisch erfasst oder kategorisiert.
Dies hat mehrere Gründe. Eine zwingende Voraussetzung für den offensichtlich notwendigen akademischen Zugang ist allerdings die Möglichkeit des direkten Zugriffs auf den Untersuchungsgegenstand.
Der Studiengang “Europäische Medienwissenschaft” am Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam legt mit dem Aufbau einer Computerspiel-Sammlung dieses grundlegende und zentrale Fundament für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema “Computerspiel”.
Dank eigener Anschaffungen und insbesondere der umfangreichen Stiftung des Hamburger Journalisten Carsten Görig hat die “Europäische Medienwissenschaft” heute eine knapp 2000 Titel umfassenden Sammlung sowohl an aktuellen als auch historisch relevanten Computerspielen.
Im Rahmen des DFG-Projekts “Medialität des Computerspiels” hat daraufhin im Wintersemester 2006/07 die Erfassung und Katalogisierung dieser Spiele begonnen.
Hierzu werden von den Studierenden und Lehrenden gemeinsam dem neuen Gegenstand angemessene Kategoriensysteme entworfen, wodurch der Fokus zunächst der medienwissenschaftlichen Prämisse entsprechend auf ästhetischen, kulturellen und technologischen Gesichtspunkten liegt. Demzufolge werden unter anderem Fragen nach Regelstrukturen, narrativen Prozessen, Modifizierbarkeiten, Raumdarstellungen oder Zeitlichkeit aufgeworfen, Lösungsansätze analysiert und geprüft, sowie Methoden der dauerhaften Archivierung entworfen. Ein wesentliches Ziel ist es dabei den Bestand der aktuellen Forschung und Lehre, aber auch zukünftigen Generationen auf möglichst vielfältige und zugleich effiziente Weise zugänglich zu machen.
Das Projekt ist langfristig angelegt und soll kontinuierlich erweitert werden.
Im Rahmen der Arbeit des Zentrums für Computerspielforschung, digarec, soll in Zukunft das Ordnungssystem an die verschiedenen Forschungsperspektiven angepasst werden.
Aktiv unterstützt wird die Arbeit unter anderem durch Andreas Lange vom Computerspielemuseum Berlin und dessen Träger, das Institut für digitale interaktive Kultur unter der Leitung von Dr. Klaus Spieler, sowie dem Fachbereich Interfacedesign der Fachhochschule Potsdam, vertreten durch Mattias Ljungström.
Die CGC bedankt sich für die fortlaufende Bemusterung bei: Activision, bhv Software, CDV Software Entertainment, dtp Entertainment, Electronic Arts, Microsoft Games, Nintendo, Sony Computer Entertainment, Ubisoft sowie Vivendi Games.
Leitung: Michael Liebe
Projektassistenz: Sebastian Möring
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Teilnehmer WiSe 2008/09: Maike Diechmann, Sebastian Herzig, Stefan Kallert, Bianca Lange, Susanne Langer, Dalia Naujokaityte, Anne Schaal und Sarah Wangler.
Teilnehmer SoSe 2008: Maike Diechmann, Claudia Kanitz, Mischa Karth, Sonja Krvavac, Wolfram Moeller, Kathi Nicolaus, Juliane Otto, Martin Petrick, Kristina Plohmann, Anne Schaal, Daniel Vender und Sarah Wangler.
Teilnehmer WS 2007/08: Kathleen Friedrich, Joël Kaczmarek, Hannes Maurer, Sebastian Möring, Stefan Saffert, Christian Schneider, Michael Schuon, Stefanie Sommerfeld und Daniel Vender.